Leichte Spra­che

Das Netz­werk Selbsthilfe-freundlichkeit

In unse­rem Netz­werk haben sich über 180 Men­schen zusammengetan.
Wir wol­len, dass mehr Men­schen eine Selbst­hilfe-Gruppe kennenlernen.
Vor allem kranke Men­schen und behin­derte Men­schen sol­len wis­sen, dass es Selbst­hilfe-Grup­pen gibt.
Alle sol­len wis­sen, was eine Selbst­hilfe-Gruppe macht und wo sich die Gruppe trifft.
Alle sol­len ent­schei­den kön­nen, ob sie da mit­ma­chen wollen.

In einer Selbst­hilfe-Gruppe tref­fen sich Men­schen, die ein­an­der hel­fen wollen.
Men­schen, die die glei­che Krank­heit haben oder das glei­che Problem.
In der Selbst­hilfe-Gruppe füh­len sich diese Men­schen gut, weil die ande­ren ver­ste­hen, wie es einem selbst geht.
In der Selbst­hilfe-Gruppe wol­len alle mit­ein­an­der reden und von­ein­an­der lernen.
Alle machen in der Selbst­hil­fe­gruppe frei­wil­lig mit.

In vie­len Selbst­hilfe-Grup­pen sind auch Fach­leute willkommen.
Zum Bei­spiel Ärzte oder Kran­ken­schwes­tern aus Kran­ken­häu­sern oder Reha-Kliniken.
Fach­leute kön­nen von Selbst­hilfe-Grup­pen viel lernen.
Zum Bei­spiel, wie man mit einer Krank­heit zu Hause gut leben kann.
Kranke Men­schen möch­ten, dass Behand­lun­gen bes­ser wer­den und das Leben mit Krank­heit leich­ter wird.
Des­halb arbei­ten Selbst­hilfe-Grup­pen gerne mit Fach­leu­ten zusammen.

Für Selbst­hilfe-Grup­pen ist es oft schwer, Fach­leute zu fin­den, die mit ihnen zusam­men­ar­bei­ten wollen.
Dabei hel­fen die Selbsthilfe-Kontaktstellen.
In Deutsch­land gibt es 230 Selbsthilfe-Kontaktstellen.
Das sind Bera­tungs­stel­len, die zur Selbst­hilfe informieren.
Sie hel­fen Men­schen, eine Selbst­hilfe-Gruppe zu finden.
Und sie hel­fen den Selbst­hilfe-Grup­pen, wenn sie mit einer Gesund­heits-Ein­rich­tung zusammenarbeiten.
Gesund­heits-Ein­rich­tun­gen sind zum Bei­spiel ein Kran­ken­haus, eine Arzt­pra­xis oder eine Reha-Klinik.

Viele Gesund­heits-Ein­rich­tun­gen wis­sen nicht, wie sie mit Selbst­hilfe-Grup­pen und Selbst­hilfe-Kon­takt­stel­len zusam­men­ar­bei­ten können.
Unser Netz­werk hilft die­sen Gesundheits-Einrichtungen.
Wir erklä­ren, wie alle gut zusammenarbeiten.
Für die gute Zusam­men­ar­beit gibt es Regeln.
Das schwere Wort dafür ist Qua­li­täts­kri­te­rien Selbsthilfefreundlichkeit.

Die Regeln sind:

  1. Gesund­heits-Ein­rich­tun­gen arbei­ten aktiv mit Selbst­hilfe-Grup­pen und der Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle zusammen.
    Alle dür­fen ihre Ideen und Mei­nun­gen sagen.
    Die Ärzte und Fach­leute der Gesund­heits-Ein­rich­tun­gen genauso wie die Selbsthilfe-Gruppen.
    Allen wird zuge­hört. Alle sind wichtig.
  2. Selbst­hilfe-Grup­pen erhal­ten kos­ten­los einen Raum, in dem sie sich tref­fen können.
  3. Selbst­hilfe-Grup­pen dür­fen Infor­ma­ti­ons-Mate­rial auslegen.
    Selbst­hilfe-Grup­pen dür­fen sich den Ärz­ten und Fach­leu­ten in der Gesund­heits-Ein­rich­tung vorstellen.
    Selbst­hilfe-Grup­pen dür­fen sich den kran­ken Men­schen und ihren Fami­lien vorstellen.
  4. Die Gesund­heits­ein­rich­tung berich­tet über die Zusammenarbeit.
    Zum Bei­spiel auf der Web­seite oder in der Zeitung.
    Alle sol­len wis­sen, was Selbst­hilfe ist und wo Men­schen eine Selbst­hilfe-Gruppe finden.
  5. Es gibt eine feste Ansprech­per­son für Selbst­hilfe in der Gesundheits-Einrichtung.
    Diese Per­son heißt Selbst­hilfe-Beauf­trag­ter.
    Der Selbst­hilfe-Beauf­tragte hat feste Sprech­zei­ten und ist gut erreichbar.
    Alle kön­nen den Selbst­hilfe-Beauf­trag­ten anspre­chen, wenn sie Fra­gen zur Selbst­hilfe haben.
  6. Gesund­heits-Ein­rich­tun­gen fra­gen die Selbst­hilfe-Grup­pen nach ihren Erfahrungen.
    Sie wol­len ler­nen, wie sie kranke Men­schen noch bes­ser behan­deln können.
    Gemein­sam wird über­legt, wie kranke Men­schen leich­ter mit ihrer Krank­heit leben können.
  7. Gesund­heits-Ein­rich­tun­gen machen mit der Selbst­hilfe-Kon­takt­stelle einen Kooperations-Vertrag.
    Koope­ra­tion bedeu­tet Zusammenarbeiten.
    Der Koope­ra­ti­ons-Ver­trag regelt, wie die Zusam­men­ar­beit geht und wer wel­che Auf­ga­ben hat.

Gesund­heits-Ein­rich­tun­gen sind selbst­hilfe-freund­lich, wenn sie nach die­sen Regeln mit der Selbst­hilfe zusammenarbeiten.
Dann bekommt die Gesund­heits-Ein­rich­tung von uns eine Auszeichnung.
Sie bekommt eine Urkunde und darf sich selbst­hilfe-freund­lich nennen.

Haben Sie Fragen?

Sie kön­nen uns gerne anrufen.
Unsere Tele­fon-Num­mer ist 030 — 89 09 62 54.
Oder Sie kön­nen uns eine E-Mail schrei­ben an: info@selbsthilfefreundlichkeit.de