Selbsthilfekontaktstellen

Die Selbsthilfekontaktstelle ist der regionale Knotenpunkt, an dem alle Informationen zur Selbsthilfe zusammenfließen.

Als zentrale Anlaufstellen für alle, die sich über Selbsthilfe informieren möchten, Kontakt zu Gleichbetroffenen suchen oder eine Selbsthilfegruppe gründen möchten, leistet die Selbsthilfekontaktstelle einen unverzichtbaren Beitrag zur Vernetzungsarbeit im Sozial- und Gesundheitswesen.

Eine zentrale Aufgabe von Selbsthilfekontaktstellen besteht vor allem in der aktiven Vermittlung von Kooperationen zwischen Akteuren des Gesundheitswesens und den Selbsthilfegruppen. Das Konzept Selbsthilfefreundlichkeit mit seinen systematischen und strukturierten Instrumenten hilft ihnen dabei, die Bedürfnisse und Möglichkeiten aller Beteiligten einzubeziehen, um erfolgversprechende und umsetzungsfähige Kooperationen zu gestalten. Mit ihren Erfahrungen sind sie eine unverzichtbare Brücke zwischen allen Beteiligten.

Weiterhin organisieren sie öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen für und mit ihren regionalen Selbsthilfegruppen, stehen diesen zur Reflexion beratend und qualifizierend zur Seite und gewähren technische und organisatorische Unterstützung. Kooperierenden Fachkräften bieten sie Schulungen zum Thema Selbsthilfe an und informieren über Neuerungen.

In Deutschland gibt es mehr als 300 Selbsthilfekontaktstellen. Diese sind in der Datenbank ROTE ADRESSEN der bundesweiten Selbsthilfekontaktstelle NAKOS aufgeführt.

Derzeit sind ca. 120 Selbsthilfekontaktstellen in unserem Netzwerk Mitglied und arbeiten nach unserem Konzept der Selbsthilfefreundlichkeit.

Selbsthilfekontaktstellen, die ihre Kooperationen nach dem Konzept Selbsthilfefreundlichkeit aufbauen oder erweitern möchten, haben die Möglichkeit, Beratung und Begleitung im Rahmen eines Mentorings zu erhalten.

So profitieren Sie als Selbsthilfekontaktstelle:

  • Als Mitglied erhalten Sie Zugang zu unserer Webseite, auf der sich Materialien, Handlungshilfen sowie Praxisbeispiele zur Umsetzung des Konzeptes befinden.
  • Als Mitglied erhalten Sie das Logo „Mitglied des Netzwerkes Selbsthilfefreundlichkeit“ für Ihre Webseite und Ihre Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig erscheint Ihre Selbsthilfekontaktstelle auf der Netzwerkseite mit allen Kontaktdaten zur Vernetzung.
  • Das Netzwerk bietet methodisch fundierte Instrumente, die Ihnen helfen, Kooperationen mit Gesundheitseinrichtungen ressourcenschonend zu schaffen und Einrichtungen mit den Selbsthilfegruppen zu vernetzen.
  • Das Netzwerk stärkt Sie dabei, Ihre Brücken- und Moderationsfunktion in der Zusammenarbeit von Selbsthilfe und Gesundheitseinrichtung wahrzunehmen.
  • Das Netzwerk unterstützt und berät Sie dabei, wie Sie Patientenorientierung und Selbsthilfefreundlichkeit als wichtige Qualitätskriterien in den Qualitätszirkeln Selbsthilfefreundlichkeit in Gesundheitseinrichtungen dauerhaft erfolgreich verankern.
  • Das Netzwerk bietet Ihnen Vernetzung und Austausch zu anderen Partner:innen des Gesundheitswesens und weiteren Selbsthilfekontaktstellen.

Weitere regionale Ansprechpartner:innen

Neben unserer Bundesgeschäftsstelle stehen Ihnen für einzelne Regionen zusätzliche Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Sie sind vertraut mit dem Konzeptansatz, beraten Sie gerne vor Ort und informieren in Veranstaltung zum Konzeptansatz.

Selbsthilfekoordination Bayern – Zusammenarbeit mit Gesundheitsberufen

Irena Tezak
Theaterstr. 24
97070 Würzburg
Tel.: 0931-20781642
E-Mail: Irena.tezak@seko-bayern.de
www.seko-bayern.de

SEKIS – Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle Berlin

Johanna Schittkowski
Zimmerstraße 26/27 (Eingang D)
10969 Berlin-Charlottenburg
Tel: 030 890 285 42
E-Mail: schittkowski@sekis-berlin.de
https://www.sekis.de/

Selbsthilfekontaktstellen können darüber hinaus eine qualifizierte Prozessbegleitung durch erfahrene Kolleginnen im Rahmen unseres Mentoring erhalten.

Mentoring

Mitarbeiter:innen einer Selbsthilfekontaktstelle können eine praxiserfahrene und besonders geschulte Mentorin anfragen, die gemeinsam die einzelnen Schritte im Rahmen des Qualitätszirkelprozesses zur Auszeichnung Selbsthilfefreundlichkeit vorbereitet, begleitet und die besondere Rolle als Kontaktstelle reflektiert.

Das Mentoring ist mit Kosten verbunden. Es kann vor Ort als Projekt durch die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach §20h SGB V gefördert werden. Nähere Informationen zum Mentoring und zu Möglichkeiten der Finanzierung erhalten Sie in unserer Geschäftsstelle.

Unsere Mentorinnen sind:

  • Marion Duscha, Selbsthilfebüro Heidelberg
  • Dorothée Köllner, Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum
  • Iris Busse, Paritätisches Selbsthilfe-Büro Herford, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford
  • Lisbeth Wagner, KISS Regensburg

Alle Mentorinnen setzen seit vielen Jahren in ihren eigenen Selbsthilfekontaktstellen das Konzept „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“ gemeinsam mit einer Gesundheitseinrichtung und örtlichen Selbsthilfegruppen erfolgreich um.